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Archiv für 19. Juli 2006

Urlaubsbericht: Kapitel 3 – Der letzte Tag in Prag

19. Juli 2006

 

18.07.06

Diesmal ging es nach dem Frühstück wieder hoch Richtung Prager Burg. Diese wollten wir diesmal nicht aufsuchen, sondern das nahe Kloster Strahov und das Heiligtum Loretto.

Das Kloster, welches bereits 1140 gegründet wurde, bietet insbesondere eine bemerkenswerte Sammlung alter Schriften und Bücher. Die beiden Bibliotheks-Säle (der theologische und der philosophische Saal) sind einfach beeindruckend und einige der Exponate stammen bereits aus der Zeit der Romantik.

Nebenan gibt’s auch direkt eine Ausstellung mit knapp hundert Gemälden, Statuen und anderen Exponaten: Diese haben aber, wie kaum anders zu erwarten, eine starke religiöse Prägung. Man befindet sich ja immerhin in einem Kloster. Wobei man auch bedenken sollte, dass Tschechien quasi das Land der Ungläubigen ist. Nur knapp 20 bis 25% der Bevölkerung glauben an einen Gott. Das ist europaweiter Rekord. ;)

Direkt neben dem Kloster gibt es einen schöne Aussichtsplattform, von der man einen guten Ausblick auf die Stadt und auch Teile der Prager Burg hat. Praktischerweise ist dort direkt ein Restaurant, welches aber durch völlig überteuerte Preise abschrecken vermag.

Nach dem Kloster wurde schließlich kurz das Heiligtum Loretto inspiziert, paar Fotos geschossen und schon ging es per Straßenbahn in die Altstadt. Nach einem Spaziergang über den Altstädter Ring besuchten wir die St. Nikolaus Kirche. Dort erfuhren wir, dass am selben Tag dort ein einstündiges Konzert mit Werken von Bach, Mozart und Händel stattfinden sollte. Dies merkten wir uns natürlich vor.

Vorher ging es zum am Wenzelsplatz gelegenen Nationalmuseum. Dieser bietet eine sehr umfangreiche und beeindruckende Sammlung von Mineralien, ausgestopften Tieren und schließlich Paläontologische Fundstücken. Es ist einfach eindrucksvoll, wenn man in einen Ausstellungsraum kommt und dort eine lebensgroßer Büffel oder Tiger steht, der noch dazu sehr real wirkt. Kurz gesagt: Ein Besuch des Nationalmuseums sei empfohlen!

Die Zeit ging dort erstaunlich schnell um, so dass wir uns etwas beeilen mussten, um das Konzert in der St. Nikolaus Kirche rechtzeitig zu erreichen. Das Konzert selbst war durchaus beachtlich. Orgel und Flöte wurde gespielt und die Kirche verlieh dem ganzen eine besondere Atmosphäre und vor allem die Stücke von Bach klangen eindrucksvoll.

Nach dem Konzert fand nur noch ein Spaziergang am Moldauufer statt und schließlich ein abschließendes Essen im Restaurant, welches wir bereits am Ankunftstag zu schätzen gelernt haben.

Heute geht es nun nach Krakau. Geplant ist dabei auch ein Besuch des ehemaligen Vernichtungslagers Auschwitz. Mal schauen, ob unser Hotel dort auch wieder WLAN-Zugang bietet. Dann können nämlich weitere Impressionen folgen.

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